Bezirkstag 2015:
Uda Gröner: Wir sehen uns im November wieder

Die Feststellung der Stimmberechtigungen bei Mitgliederversammlungen ist normalerweise ein Vorgang, der nicht nur Zeit und einen Rechenschieber benötigt und beim Bezirkstag des Tennisverbandes Köln / Leverkusen in den letzten Jahren von TVM-Mitarbeiter Michael Klein erledigt wurde. Doch weil selbiger verhindert war, hatte Vorstandsmitglied Bettina Roland den Part im „RTHC Outback“ übernommen und war mit dieser Aufgabe ruckzuck fertig, denn gerade einmal 14 Vereine waren erschienen.

 

Weniger geht kaum noch. Bezirksvorsitzende Uda Gröner sah nicht nur das Wetter als Hauptschuldigen sondern auch die Terminierung im Februar: „Da haben viele Clubs eigene Versammlungen“, mutmaßte sie und brachte für den Vorstand einen Antrag ein, den Bezirkstag künftig im November stattfinden zu lassen. Und weil dieser Antrag einstimmig angenommen wurde, wird man sich in diesem Jahr also noch einmal treffen – ob beim RTHC oder anderswo blieb noch offen: „Die Vereine können sich für die Ausrichtung bewerben.“

Bezirkstag 2015

v.l.: Karl Heinz Borghoff, Ernst Müller, Uda Gröner, Peter Krebs und Marcel Bergers

Wichtigster Tagesordnungspunkt war in diesem Jahr wohl die Neuwahl der zuvor einstimmig und ohne Enthaltung entlasteten Vorstandsmitglieder. Ehrenvorsitzender Ernst Müller übernahm hierzu routiniert die Versammlungsleitung und schlug – da andere Vorschläge nicht gemacht wurden – die bisherige Amtsinhaberin Uda Gröner für das Amt der Vorsitzenden vor. Dazu gab es ebenso einstimmige Zustimmung wie zu der Wahl der übrigen en bloc gewählten Vorstandsmitglieder und der Bestätigung des Jugendwartes Marcel Bergers.

2015 02 23 bezTag2Zu Beginn der Versammlung hatte Jugendbildungsreferent Gerd Uerschels (Bild rechts) die Aktion „Bündnis für Freiräume“ des Landesjugendrings vorgestellt, deren Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen Zeitkontingente zuzugestehen, über die sie selbst bestimmen können, musische und sportliche Aktivitäten eingeschlossen, die sie aktuell durch den schulischen Ganztag nur bedingt haben. Plakativ sollen hierfür Unterstützer gefunden werden, die jeweils einen Baustein für das Projekt mit ihrer Unterschrift versehen. Wenn 15.000 Bausteine zusammengekommen sind, sollen diese dem Landtag öffentlichkeitswirksam übergeben werden. Details zur Aktion finden sich im Web unter „http://buendnis-fuer-freiraeume.de“ sowie beim LandesSportBund NRW.

Sportwart Peter Krebs konnte erneut eine gestiegene Anzahl von Mannschaftsmeldungen sowohl im Winter wie im Sommer vermelden, während die Zahl der Meldungen bei den Bezirksmeisterschaften zuletzt leicht rückläufig war. „Die Ausschreibung eines Wettbewerbs für gemischte Mannschaften ist im vergangenen Jahr gut aufgenommen worden, so dass wir diesen Wettbewerb auch in diesem Sommer wieder ausschreiben werden“, versprach Krebs. Sein Vorstandskollege Karl Heinz Borghoff hatte mit seinem Projekt, eine Klasse 3 für Spieler ab der 2. Verbandsliga und höher anzubieten, Erfolg. Auch er konnte sich über steigendes Interesse an der Freizeitliga freuen. Nicht unerwähnt blieb das gut genutzte Kooperationsangebot im Freizeitbereich an die Nachbarbezirke.

Dr. Friedhelm KettnerAuch Jugendwart Marcel Bergers konnte mit dem „Pokal advanced“ ein Pilotprojekt vorstellen. Ziel dieses neuen Mannschaftswettbewerbs im Jugendbereich ist es, talentierten und spielstarken Jugendlichen einen Mannschaftswettbewerb mit deutlich reduziertem Zeitbedarf zur Verfügung zu stellen. „Vielen Jugendlichen ist die Dauer der traditionellen Medenspiele einfach zu lang, weil sie am Wochenende auch anderen Interessen nachgehen wollen.“ Zwar sind die Meldezahlen noch etwas dürftig, aber die Vereine, die im vergangenen Jahr teilgenommen haben, waren durchweg begeistert. Wenig Resonanz fand leider auch die Einladung zum Bezirksjugendtag. Hier wurden Jochen Rademacher (RTK Germania) und Kerstin Steffens (KTC 71) in den Bezirksausschuss gewählt. Bezirkstrainer Markus Krüger nutzte die Möglichkeit, das Tennolinos-Projekt vorzustellen und appellierte an die Klubs, im Sinne eines kindgerechten Trainings auch dort jüngere Kinder mit den druckreduzierten Bällen spielen zu lassen. Ein wenig Wehmut kam wohl bei den Delegierten auf, als der langjährige TVM-Sportwart Friedhelm Kettner die Gelegenheit nutzte, sich von den Bezirksvereine zu verabschieden.

Bettina Roland

 

Bettina Roland: "Bessere Figur"

Nach eineinhalb Stunden war der Bezirkstag schon wieder „Geschichte“, vielleicht auch deshalb, weil es keinen Hänger durch die Auszählung der Mandate gab. Lob also auch für Bettina Roland (Bild links), dass sie den Vergleich mit ihrem Vorgänger Klein nicht zu scheuen braucht. „Aber ich mache die bessere Figur“, war die schlagfertige Antwort. (Herbert Bohlscheid)

 

SehrDas überschaubare Auditorium überschaubar: die Teilnehmerzahl beim Bezirkstag 2015