Ehrenvorsitzender Ernst Müller wurde 75:

Tenniskarriere als Balljunge begonnen

mueller„Tennis-Müller“ ist eine Institution im Tennisverband Mittelrhein und hier besonders im Bezirk Köln-Leverkusen. „Tennis-Müller“, das ist Ernst Müller, der langjährige Vorsitzende des Bezirks und heutige Ehrenvorsitzende. Und selbiger wurde vor einigen Tagen, genauer gesagt am 10. Mai, 75 Jahre.

Ernst Müller

Regelmäßig an Vorstandssitzungen und Bezirkstagen teilzunehmen, ist Ernst Müller eine Pflicht

Die spätere Funktionärskarriere im Tennisverband wurde ihm nicht in die Wiege gelegt, wenngleich er schon sehr früh mit dem damals wirklich noch „Weißen Sport“ in Berührung kam. Das war im zarten Alter von 11 Jahren nach der Flucht aus dem Sudetenland über das Flüchtlingslager Furth im Walde 1951 nach Köln kam und hier im ESV Olympia als Balljunge, „kleiner Schiedsrichter“ und Tennisschüler zum ersten Mal Tennisbälle in die Hand bekam. Schon vier Jahre später spielte Müller sein erstes Medenspiel im ESV und später beim PostSportVerein dem noch viele weitere folgten. Zwei Operationen mit Hüftimplantaten halten ihn auch heute nicht vom aktiven Tennissport ab: So schwingt er aktuell noch immer das Tennisracket mit seiner 2. Herrenmannschaft in der Herren 75-Oberliga.

Ernst Müller in den 70er-JahrenFür damalige Verhältnisse begann Ernst Müller schon sehr früh mit der ehrenamtlichen Funktionärsarbeit, die er 1962 als Sportwart in seinem ESV startete. Aber auch im PSV bekleidete er dieses Amt einige Jahre. Zur Vorstandsarbeit im Bezirk Köln-Leverkusen fand Ernst Müller eher zufällig: Als er im April 1972 als ESV-Sportwart beim damaligen TVM-Sportwart Max Bentz beim KHTC Blau-Weiß die Mannschaftsmeldung abgeben wollte, fand er diesen gerade bei der Terminierung der Verbandsspiele vor, Tisch und Wände übersät mit einer Unzahl an Zetteln. „Ich fragte ihn, ob er die ganze Arbeit alleine machen müsse und er fragte mich zurück, ob ich ihm helfen könne“, erinnert sich Müller noch ganz genau. „Als wir fertig waren, hat er mich gelobt und gefragt, ob ich nicht als Sportwart im Bezirk KL einspringen wolle, da der bisherige Amtsinhaber wegen beruflicher Überlastung zurückgetreten sei“.

UrkundeMüller meinte, er könne es ja mal versuchen und wurde prompt zum neuen Sportwart „ernannt“, ein Amt, das er bis 1985 ausübte, ehe er dann Bezirksvorsitzender bis zum Jahr 2005 war. Heute ist Ernst Müller Ehrenvorsitzender seines Bezirks und nimmt immer noch an fast jeder Vorstandssitzung teil.

Wer sich so lange und so gut ehrenamtlich engagiert, der hat neben Ruhm und Ehr‘ auch zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Besonders stolz ist der Jubilar da auf die Goldene Ehrennadel des Tennisverbandes Mittelrhein, die ihm 2005 verliehen wurde.

Der Bezirksvorstand gratuliert seinem Ehrenvorsitzenden herzlich zum Geburtstag!

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