Bezirkstag in Leverkusen:

Ehrenvorsitzender Ernst Müller und Vorsitzende Uda GrönerMehr Verbandsfunktionäre als Vereinsvertreter

„Heute sind fast so viele TVM-Funktionäre da, wie Vereinsfunktionäre“, ulkte ein TVM-Mitarbeiter unter anderem für den Bezirk Köln-Leverkusen, der mit Vorstandsmitglied Bettina Roland und Andrea Heck die Aufgabe hatte, die „Massen“ beim Bezirkstag zu zählen und die Stimmberechtigungen festzustellen. Tatsächlich waren die Massen doch sehr überschaubar, obwohl Bezirksvorsitzende Uda Gröner das übliche Prozedere durch einen zusätzlichen Programmpunkt interessanter machte. Trotzdem: Gerade einmal 17 der 58 Bezirksvereine hatten Vertreter entsandt, weitgehend „die üblichen Verdächtigen“.

 

Miachael KleinAn Gästen begrüßte die Versammlungsleiterin neben dem Ehrenvorsitzenden Ernst Müller auch den TVM-Chef Manfred Weber sowie seinen „Vize“ Dieter Worms. In seinem gut halbstündigen Vortrag informierte vor der eigentlichen Versammlung LSB-Mitarbeiter Friedel Gaidt anhand von Beispielen aus der Praxis, welche Leistungen die Vereine, ihre Funktionäre und jedes einzelne Mitglied im Versicherungsfall erwarten dürfen und beantwortete auch Fragen aus dem Plenum. Das Ergebnis: Für nicht einmal 2 Euro im Jahr gibt es in vielen Bereichen für Mitglieder und Vereine im Schadensfall finanzielle Unterstützung bis hin zu Leistungen von Hinterbliebenen, wenn ein Mitglied bei der Ausübung seines Sports stirbt.

Im ersten Bericht ihrer Amtszeit wies die Vorsitzende darauf hin, dass die Mitgliederzahlen weitgehend konstant geblieben seien, gleichwohl sei der Bezirk Köln-Leverkusen von Sparmaßnahmen des TVM nicht verschont geblieben. „Trotzdem haben wir einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommen und uns im Rahmen des vorgegebenen Etats bewegt.

Peter Krebs und Marcel Bergers (Fotos: Herbert Bohlscheid, Köln)Sportwart Peter Krebs kündigte für den Sommer 2015 ein Pilotprojekt an: Dann wird es nach dem Willen ses Sportausschusses versuchsweise in den Altersklassen 40 und 60 gemischte Mannschaften geben, bestehend aus drei Damen und 3 Herren, wobei dann drei Damen-Einzel, drei Herreneinzel, ein Damen- und ein Herrendoppel sowie ein Mixed gespielt werden. Erneut stellte der Sportwart den Spieltermin der Herren 60 zur Diskussion und bot Flexibilität seitens des Bezirks bei der Terminierung an. Die Delegierten blieben jedoch einstimmig bei einigen Enthaltungen dabei, es bei Terminen in den Sommerferien zu belassen. Insbesondere Klubs mit kleineren Anlagen hatten Befürchtungen, dass weitere Matches außerhalb der Schulferien zu erheblichen Problemen geführt hätten.

Breitensportwart Karl Heinz Borghoff (Foto: Herbert Bohlscheid, Köln)Eine "geheime Information" als besonderes Schmankerl hatte Krebs dann exklusiv für die Anwesenden. Was das war, wird hier natürlich nicht verraden. Der Chronist will schließlich kein Spielferderber sein.

Zuwächse an Meldezahlen konnte auf Breitensportwart Karl Heinz Borghoff (Foto rechts) vermelden.

Weiteren Aufschwung, was die Zahl von Meldungen bei Medenspielen und Meisterschaften betrifft, konnte Jugendwart Marcel Bergers vermerken, der den Vereinen, die großzügig ihre Tennisanlagen für Meisterschaften und Cups – zum Teil einschließlich der „Manpower“ zur Verfügung stellen, Dank aussprach. „Aller Anfang ist schwer“, so Bergers, als er über den im Bezirk neu installierten Jugendausschuss referierte. Gleichwohl hatte der „Funktionärsnachwuchs“ gleich eine ganze Reihe von Arbeitsthemen ausgemacht, die man demnächst gemeinsam angehen will. Dazu gehören das offensichtlich zu komplizierte Regelwerk, unsportliches Verhalten von Eltern bei Spielen und Tennis in der Schule. Etwas breiteren Raum nahm die Diskussion um die Leistungsklassen im Jugendbereich, die offiziell im Sommer 2015 eingeführt werden sollen und die bei dem einen oder anderen Versammlungsleiter für gemischte Gefühle sorgten, ein.

Friedel Gaidt informierte über Versicherungsfragen im Sport

Friedel Gaidt vom LSB NRW informierte über die Versicherungen für Mitglieder und Vereine

Michael Klein, die „Gute Seele“ im Bezirksvorstand, wies aufgrund zunehmender Verstöße gegen die Wettspielordnung die Vereinsvertreter darauf hin, dass die Praxis, Doppel nicht mehr zu spielen, dazu führen könne, dass einer oder auch beide Kontrahenten ohne Punkte, dafür aber mit Strafe aus der Begegnung gehen würden. „Doppel dürfen nur geschenkt werden, wenn es schon nach den Einzeln einen Sieger gibt und die Doppel-Spiele das Endergebnis nicht mehr ändern“.

Aufmerksame Zuhörer: Die Herren Schmitt und LudwigApropos Spielordnung: Ehrenvorsitzender Ernst Müller „warnte“ schmunzelnd die Versammlung, wenn man künftig bei Matches auf Vorstandsmitglieder des Bezirks treffen würde, dass diese ausgesprochen regelkundig seien, nachdem sie an einem Oberschiedsrichter-Lehrgang teilgenommen und alle bestanden hätten.

Das Schlusswort hatte dann wieder Uda Gröner, die den Vereinen anbot, den nächsten Bezirkstag auch einmal in einem anderen Klub durchführen zu lassen, wenn sich denn ein Verein als Ausrichter finde. Sie dankte ihren Kollegen für die Unterstützung und sagte „Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass ich meine Erste Versammlung ohne Pannen geleitet habe“.

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Kein großes Gedränge im Klubhaus des RTHC Leverkusen (Fotos: Herbert Bohlscheid)

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